Bericht über die Anschaffung einer mobilen Küche im St. Elisabeth Haus

Mehr Lebensqualität und Gemeinschaft durch innovative
Küchentechnik

Einleitung

Das St. Elisabeth Haus steht für ein würdevolles, aktives und gemeinschaftliches Leben im Alter. Im Zuge einer kontinuierlichen Verbesserung der Lebensbedingungen für die Bewohner*innen entstand der Wunsch, die Möglichkeiten zur eigenen Zubereitung von Speisen zu erweitern. Da die vorhandenen Etagenküchen bislang weder mit Kochplatten noch Backöfen ausgestattet waren, reifte die Idee, eine „mobile Küche“ zu erwerben, die flexibel, voll ausgestattet und für alle zugänglich ist. Mit der Unterstützung des Fördervereins und einer großzügigen Geldspende der Volksbank Münsterland eG konnte dieses Projekt realisiert werden.

Projektbeschreibung: Die mobile Küche

Die „mobile Küche“ ist ein kleines, wendiges und dennoch voll ausgestattetes Komplettsystem, das speziell auf die Bedürfnisse eines Altenheims zugeschnitten ist. Das Herzstück bildet ein vollwertiger Backofen in Kombination mit einem modernen Ceran-Kochfeld, sodass sowohl Koch- als auch Backaktivitäten problemlos durchgeführt werden können. Der Küchenblock verfügt über vielfältige und geschickt platzierte Stauräume, die alle notwendigen Koch- und Küchenutensilien griffbereit aufbewahren.

Die Konstruktion ist dabei so konzipiert, dass sie durch leicht laufende Rollen besonders flexibel und einfach zu bewegen bleibt. Der extrem kleine Wendekreis sorgt dafür, dass die mobile Küche selbst in beengten Räumlichkeiten eingesetzt werden kann, wodurch sie in jedem Raum der Einrichtung aufgestellt werden kann:
Ob Aufenthaltsraum, Flur oder Gemeinschaftszimmer – überall lässt sich ein kulinarisches Zentrum schaffen.

Vorteile für die Bewohner*innen

Die Anschaffung der mobilen Küche eröffnet den Bewohner*innen des St. Elisabeth Hauses neue Möglichkeiten, ihren Alltag aktiv und selbstbestimmt zu gestalten. Sie können wieder selbst kochen oder backen, die angenehmen Gerüche wahrnehmen und mit Lebensmitteln arbeiten. Gerade das Erleben von Gerüchen, das Berühren und Zubereiten von frischen Zutaten aktiviert Erinnerungen und fördert unterschiedliche Sinne. Nicht selten werden dabei bislang unbekannte Ressourcen und Fähigkeiten wiederentdeckt, was zu einem deutlichen Mehr an Lebensqualität führt.

Selbstständigkeit und Teilhabe

Viele ältere Menschen haben im Laufe ihres Lebens mit Leidenschaft gekocht und gebacken. Die mobile Küche ermöglicht es ihnen, diese Tätigkeiten wieder aufzunehmen – ganz nach ihren eigenen Möglichkeiten und mit individueller Unterstützung. Durch das gemeinsame Kochen und Backen entstehen neue Erlebnisse, gegenseitige Inspiration und eine stärkere Teilhabe am Gemeinschaftsleben. Selbst Menschen mit eingeschränkter Mobilität oder Demenz erleben durch die sinnliche Erfahrung beim Kochen und Backen ein Stück Lebensfreude und Normalität.

Förderung von Gemeinschaft und Aktivierung

Die mobile Küche ist ein zentraler Treffpunkt für alle Bewohner*innen. Hier können Koch- und Backgruppen gegründet werden, die sich regelmäßig treffen, um gemeinsam Rezepte auszuprobieren und Erinnerungen auszutauschen. Die beim Kochen entstehenden Düfte sorgen für eine angenehme Atmosphäre und regen die Sinne an. Gerade bei Menschen mit Demenz kann dies ein Gefühl von Geborgenheit und Vertrautheit hervorrufen, was wiederum das Gemeinschaftsgefühl und die Mobilisierung Einzelner fördert.

Flexibles Beschäftigungsangebot

Die Betreuungsassistentinnen auf den Wohnbereichen profitieren ebenfalls von der mobilen Küche. Sie können das Beschäftigungsangebot unkompliziert und regelmäßig erweitern: Spontan ein Rührei zum Abendbrot zubereiten, gemeinsam einen Marmorkuchen für die Kaffeezeit backen oder zusammen mit den Bewohnerinnen Gemüse schnippeln – all das ist nun möglich. Die Küche kann je nach Bedarf bewegt und eingesetzt werden, sodass alle Bewohner*innen unabhängig von ihrem Wohnbereich daran teilhaben können.

Ehrenamtliches Engagement

Ein ehrenamtlicher Personenkreis steht bereit, um die Koch- und Backgruppen zu unterstützen und den Bewohner*innen zur Seite zu stehen. So wird die mobile Küche nicht nur zum technischen Highlight des Hauses, sondern auch zum Symbol für gemeinschaftliches, generationenübergreifendes Engagement.

Finanzierung und Dank

Die Umsetzung des Projekts war durch die finanzielle Unterstützung des Fördervereins und der Volksbank Münsterland eG möglich. Mit den bereitgestellten Geldern konnten alle notwendigen Komponenten und Ausstattungen der mobilen Küche angeschafft werden. Der Förderverein bedankt sich herzlich bei der Volksbank Münsterland eG und allen weiteren Unterstützer*innen für ihr Engagement und ihre Spendenbereitschaft. Ohne diese Hilfe hätte das Projekt nicht realisiert werden können.

Fazit

Die mobile Küche im St. Elisabeth Haus ist weit mehr als nur ein praktisches Gerät. Sie steht für gelebte Gemeinschaft, persönliche Entfaltung und individuelle Teilhabe am Alltag. Bewohner*innen erhalten die Möglichkeit, eigene Interessen und Fähigkeiten wiederzuentdecken, gemeinsam aktiv zu sein und das Leben mit allen Sinnen zu genießen. Die flexible und voll ausgestattete Küche bietet einen echten Mehrwert für das gesamte Haus – sie schafft Orte der Begegnung, fördert das Gemeinschaftsgefühl und sorgt für mehr Lebensfreude. Das Projekt verdeutlicht, wie innovative Lösungen im Alltag älterer Menschen zu echter Lebensqualität werden, wenn Engagement und Unterstützung aus der Gemeinschaft zusammenkommen. Abschließend bleibt zu sagen: Die Anschaffung der mobilen Küche ist ein Gewinn für alle und eröffnet dem St. Elisabeth Haus neue Wege, um Lebensfreude und Teilhabe zu fördern.