Sommerliche Eisdielenbesuche und Ausflüge

Ein Bericht aus dem St. Elisabeth Haus

Einleitung

Der Sommer bringt nicht nur angenehme Temperaturen und Sonnenschein, sondern auch eine besondere Lebensfreude ins St. Elisabeth Haus. Für die Bewohner*innen sind die warmen Monate eine willkommene Gelegenheit, den Alltag hinter sich zu lassen und neue Erlebnisse miteinander zu teilen. Dank des großartigen Engagements der Ehrenamtlichen und der großzügigen Unterstützung durch den Förderverein St. Elisabeth Haus werden diese Sommermomente zu echten Höhepunkten im Jahresverlauf.

Die Idee hinter den Eisdielenbesuchen

Die Eisdiele ist im Sommer ein Sehnsuchtsort für Menschen jeden Alters – und das gilt auch für die Bewohner*innen des St. Elisabeth Hauses. Die Idee, gemeinsam mit Ehrenamtlichen Eisdielen in der Umgebung zu besuchen, entstand aus dem Wunsch, Abwechslung in den Alltag zu bringen und soziale Begegnungen zu fördern. Das Erlebnis, die Eissorten gemeinsam auszuwählen, sich über Vorlieben auszutauschen und in entspannter Atmosphäre das frisch servierte Eis zu genießen, schafft nicht nur Genuss, sondern auch wertvolle Erinnerungen.

Organisation und Ablauf

Die  Ehrenamtliche übernehmen die Planung, stimmen Termine mit den Bewohner*innen ab und organisieren die Begleitung – je nach Bedarf mit Rollstühlen oder Gehhilfen. Für viele Bewohner*innen ist es eine große Freude, sich auf einen kleinen Ausflug vorzubereiten, sich hübsch anzuziehen und schon beim Frühstück von den Eisdielenbesuchen zu erzählen. Der Förderverein St. Elisabeth Haus übernimmt nicht nur die Kosten für das Eis, sondern lädt auch auf einen Kaffee ein, sodass das Beisammensein noch angenehmer wird.

Die Rolle der Ehrenamtlichen

Ohne die tatkräftige Unterstützung der Ehrenamtlichen wären solche Ausflüge kaum möglich. Sie nehmen sich Zeit, hören zu, begleiten die Bewohner*innen mit viel Einfühlungsvermögen und sorgen für eine sichere Umgebung. Viele Ehrenamtliche berichten, dass sie selbst durch die Begegnungen bereichert werden und die gemeinsame Zeit als wertvoll empfinden.

Begegnungen und Gemeinschaft

Das Miteinander steht im Vordergrund. In der Eisdiele entstehen lebendige Gespräche, gemeinsames Lachen. Erinnerungen werden geteilt – oft erzählen Bewohner*innen von früheren Sommern, Kindheitserlebnissen oder Lieblingssorten aus vergangenen Tagen. Die Ehrenamtlichen hören zu, fragen nach und fördern so den Austausch zwischen den Generationen.

Ausflug in den Biergarten

Neben den Besuchen in der Eisdiele übernimmt der Förderverein gelegentlich auch die Kosten für kleine Ausflüge in einen nahegelegenen Biergarten. Dort können die Bewohner*innen ein kühles Getränk genießen, den Blick in den Garten schweifen lassen und in geselliger Runde die Sommerstimmung erleben. Die Biergartenbesuche sind eine willkommene Ergänzung zu den Eisdielen-Ausflügen.

Freude und Entspannung – Auswirkungen auf die Bewohner*innen

Die Ausflüge sind für viele Bewohner*innen Höhepunkte des Sommers. Sie genießen nicht nur das leckere Eis und die kühlen Getränke, sondern vor allem das Zusammensein, die Gespräche und das Gefühl, gesehen und gehört zu werden. Viele berichten, dass sie sich erfrischt und belebt fühlen, nach dem Ausflug mehr erzählen und den Tag noch lange in Erinnerung behalten. Die Möglichkeit, an einem anderen Ort gemeinsam in den Tag hineinzuleben, bringt frischen Wind in den Alltag und fördert das Wohlbefinden.

Das Lächeln der Bewohner*innen

Die Freude ist den Bewohner*innen oft direkt anzusehen: Es wird viel gelacht, gescherzt und gesungen. Manche freuen sich tagelang auf den nächsten Ausflug, andere genießen einfach den Moment. Auch die Ehrenamtlichen berichten, wie schön es ist, die Gruppe zu begleiten und mitzuerleben, wie die kleinen Freuden des Alltags große Wirkung entfalten.

Bericht über die Anschaffung einer mobilen Küche im St. Elisabeth Haus

Mehr Lebensqualität und Gemeinschaft durch innovative
Küchentechnik

Einleitung

Das St. Elisabeth Haus steht für ein würdevolles, aktives und gemeinschaftliches Leben im Alter. Im Zuge einer kontinuierlichen Verbesserung der Lebensbedingungen für die Bewohner*innen entstand der Wunsch, die Möglichkeiten zur eigenen Zubereitung von Speisen zu erweitern. Da die vorhandenen Etagenküchen bislang weder mit Kochplatten noch Backöfen ausgestattet waren, reifte die Idee, eine „mobile Küche“ zu erwerben, die flexibel, voll ausgestattet und für alle zugänglich ist. Mit der Unterstützung des Fördervereins und einer großzügigen Geldspende der Volksbank Münsterland eG konnte dieses Projekt realisiert werden.

Projektbeschreibung: Die mobile Küche

Die „mobile Küche“ ist ein kleines, wendiges und dennoch voll ausgestattetes Komplettsystem, das speziell auf die Bedürfnisse eines Altenheims zugeschnitten ist. Das Herzstück bildet ein vollwertiger Backofen in Kombination mit einem modernen Ceran-Kochfeld, sodass sowohl Koch- als auch Backaktivitäten problemlos durchgeführt werden können. Der Küchenblock verfügt über vielfältige und geschickt platzierte Stauräume, die alle notwendigen Koch- und Küchenutensilien griffbereit aufbewahren.

Die Konstruktion ist dabei so konzipiert, dass sie durch leicht laufende Rollen besonders flexibel und einfach zu bewegen bleibt. Der extrem kleine Wendekreis sorgt dafür, dass die mobile Küche selbst in beengten Räumlichkeiten eingesetzt werden kann, wodurch sie in jedem Raum der Einrichtung aufgestellt werden kann:
Ob Aufenthaltsraum, Flur oder Gemeinschaftszimmer – überall lässt sich ein kulinarisches Zentrum schaffen.

Vorteile für die Bewohner*innen

Die Anschaffung der mobilen Küche eröffnet den Bewohner*innen des St. Elisabeth Hauses neue Möglichkeiten, ihren Alltag aktiv und selbstbestimmt zu gestalten. Sie können wieder selbst kochen oder backen, die angenehmen Gerüche wahrnehmen und mit Lebensmitteln arbeiten. Gerade das Erleben von Gerüchen, das Berühren und Zubereiten von frischen Zutaten aktiviert Erinnerungen und fördert unterschiedliche Sinne. Nicht selten werden dabei bislang unbekannte Ressourcen und Fähigkeiten wiederentdeckt, was zu einem deutlichen Mehr an Lebensqualität führt.

Selbstständigkeit und Teilhabe

Viele ältere Menschen haben im Laufe ihres Lebens mit Leidenschaft gekocht und gebacken. Die mobile Küche ermöglicht es ihnen, diese Tätigkeiten wieder aufzunehmen – ganz nach ihren eigenen Möglichkeiten und mit individueller Unterstützung. Durch das gemeinsame Kochen und Backen entstehen neue Erlebnisse, gegenseitige Inspiration und eine stärkere Teilhabe am Gemeinschaftsleben. Selbst Menschen mit eingeschränkter Mobilität oder Demenz erleben durch die sinnliche Erfahrung beim Kochen und Backen ein Stück Lebensfreude und Normalität.

Förderung von Gemeinschaft und Aktivierung

Die mobile Küche ist ein zentraler Treffpunkt für alle Bewohner*innen. Hier können Koch- und Backgruppen gegründet werden, die sich regelmäßig treffen, um gemeinsam Rezepte auszuprobieren und Erinnerungen auszutauschen. Die beim Kochen entstehenden Düfte sorgen für eine angenehme Atmosphäre und regen die Sinne an. Gerade bei Menschen mit Demenz kann dies ein Gefühl von Geborgenheit und Vertrautheit hervorrufen, was wiederum das Gemeinschaftsgefühl und die Mobilisierung Einzelner fördert.

Flexibles Beschäftigungsangebot

Die Betreuungsassistentinnen auf den Wohnbereichen profitieren ebenfalls von der mobilen Küche. Sie können das Beschäftigungsangebot unkompliziert und regelmäßig erweitern: Spontan ein Rührei zum Abendbrot zubereiten, gemeinsam einen Marmorkuchen für die Kaffeezeit backen oder zusammen mit den Bewohnerinnen Gemüse schnippeln – all das ist nun möglich. Die Küche kann je nach Bedarf bewegt und eingesetzt werden, sodass alle Bewohner*innen unabhängig von ihrem Wohnbereich daran teilhaben können.

Ehrenamtliches Engagement

Ein ehrenamtlicher Personenkreis steht bereit, um die Koch- und Backgruppen zu unterstützen und den Bewohner*innen zur Seite zu stehen. So wird die mobile Küche nicht nur zum technischen Highlight des Hauses, sondern auch zum Symbol für gemeinschaftliches, generationenübergreifendes Engagement.

Finanzierung und Dank

Die Umsetzung des Projekts war durch die finanzielle Unterstützung des Fördervereins und der Volksbank Münsterland eG möglich. Mit den bereitgestellten Geldern konnten alle notwendigen Komponenten und Ausstattungen der mobilen Küche angeschafft werden. Der Förderverein bedankt sich herzlich bei der Volksbank Münsterland eG und allen weiteren Unterstützer*innen für ihr Engagement und ihre Spendenbereitschaft. Ohne diese Hilfe hätte das Projekt nicht realisiert werden können.

Fazit

Die mobile Küche im St. Elisabeth Haus ist weit mehr als nur ein praktisches Gerät. Sie steht für gelebte Gemeinschaft, persönliche Entfaltung und individuelle Teilhabe am Alltag. Bewohner*innen erhalten die Möglichkeit, eigene Interessen und Fähigkeiten wiederzuentdecken, gemeinsam aktiv zu sein und das Leben mit allen Sinnen zu genießen. Die flexible und voll ausgestattete Küche bietet einen echten Mehrwert für das gesamte Haus – sie schafft Orte der Begegnung, fördert das Gemeinschaftsgefühl und sorgt für mehr Lebensfreude. Das Projekt verdeutlicht, wie innovative Lösungen im Alltag älterer Menschen zu echter Lebensqualität werden, wenn Engagement und Unterstützung aus der Gemeinschaft zusammenkommen. Abschließend bleibt zu sagen: Die Anschaffung der mobilen Küche ist ein Gewinn für alle und eröffnet dem St. Elisabeth Haus neue Wege, um Lebensfreude und Teilhabe zu fördern.

Unterstützung für das Konzept WiesenWunder

Ein Gemeinschaftsprojekt für Mensch und Natur

Einleitung

Im Herzen von Riesenbeck entstand Anfang 2020 ein beeindruckendes Beispiel für nachhaltige und inklusive Gemeinschaftsarbeit: Das WiesenWunder. Mehrere engagierte Personen aus der Region verwandelten einen ehemaligen Maisacker hinter dem Hof Lammers in eine blühende Streuobstwiese und schufen damit einen naturnahen Lebensraum für Tiere, Pflanzen und Menschen. Dieses Konzept, das ökologische Werte und soziale Teilhabe in besonderer Weise verbindet, verdient Aufmerksamkeit und Unterstützung.

Die Entstehung des WiesenWunders

Die Ursprünge des WiesenWunders reichen zurück in den Januar 2020, als eine Gruppe von Riesenbeckern die Idee hatte, ein Stück landwirtschaftlich genutzte Fläche in ein ökologisch wertvolles Biotop zu verwandeln. Sie entschied sich, alte und heimische Obstbaumsorten zu pflanzen und die Streuobstwiese mit Hecken aus regionalen Sträuchern einzufassen. Diese Maßnahme schuf ein vielfältiges Ökosystem, das zahlreichen Tierarten, Vögeln und Insekten Schutz und Nahrung bietet und zugleich dem Landschaftsbild eine neue Struktur verleiht.

Gemeinschaft und Engagement

Das WiesenWunder lebt von der aktiven Beteiligung der Menschen vor Ort. Die regelmäßigen Arbeitseinsätze, Pflegeaktionen und gemeinsamen Veranstaltungen sorgen nicht nur für den Erhalt der Fläche, sondern stärken auch das Gemeinschaftsgefühl. Alle Generationen finden hier einen Platz, um gemeinsam für ein nachhaltiges Ziel zu arbeiten.

Inklusion durch das St. Elisabeth Haus

Ein herausragender Aspekt des Konzepts WiesenWunder ist die Beteiligung der Bewohnerinnen des St. Elisabeth Hauses. Nachdem ein speziell rollstuhlgerechtes Hochbeet konstruiert wurde, erhielten die Bewohnerinnen die Möglichkeit, sich selbst aktiv einzubringen. Im Frühjahr wurden von einer Kleingruppe die ersten Pflanzen gesetzt – ein Erlebnis, das weit über die reine Gartenarbeit hinausging.

Unterstützung durch Aktion WiesenWunder

Die Aktion WiesenWunder bietet nicht nur fachliches Know-how, sondern auch praktische Hilfe an. Bei Pflanz- und Pflegeaktionen steht das Team den Bewohner*innen beratend und tatkräftig zur Seite. So können auch Menschen mit Einschränkungen an sinnvollen Aktivitäten in der Natur teilhaben, neue Fähigkeiten erlernen und ihre Lebensqualität steigern.

Projektidee und Ziele für das St. Elisabeth Haus

Das Konzept verfolgt für die Bewohner*innen des St. Elisabeth Hauses gleich mehrere Ziele:

  • Naturerlebnis: Die Möglichkeit, die Natur hautnah zu erleben, fördert das Wohlbefinden und die Wahrnehmung.
  • Aktivitäten im Freien: Gemeinsames Arbeiten unter freiem Himmel stärkt die Gesundheit und fördert die Mobilität.
  • Teilhabe und Gemeinschaft: In kleinen Gruppen oder auch im großen Kreis erleben die Teilnehmenden Wertschätzung und Zusammenhalt.
  • Sinnvolle Beschäftigung: Das Setzen und Pflegen von Pflanzen gibt den Menschen eine Aufgabe und stärkt das Selbstbewusstsein.

Der Förderverein als Unterstützer

Der Förderverein steht voll und ganz hinter dem Konzept WiesenWunder. Er begrüßt die Möglichkeit, Bewohner*innen des St. Elisabeth Hauses in die Aktivitäten einzubinden und sagt – soweit möglich – finanzielle Unterstützung zu. Ob in Kleingruppen oder bei größeren Veranstaltungen: Der Verein stellt sicher, dass die geplanten Besuche stattfinden können.

Erlebnisnachmittag am 03.06.2025

Ein Höhepunkt des Projekts war der Erlebnisnachmittag am 3. Juni 2025. Bei bestem Wetter versammelte sich eine größere Gruppe von Bewohner*innen auf dem Gelände. Die Stimmung war ausgelassen und von Glück erfüllt. Solche Veranstaltungen zeigen, wie wichtig Gemeinschaft und Naturerfahrungen für das Wohlbefinden sind.

Langfristige Perspektiven

Das Konzept WiesenWunder ist keineswegs abgeschlossen. Weitere Besuche und Aktionen sind bereits geplant. Der Förderverein bleibt ein zuverlässiger Partner und wird auch künftig die notwendigen Mittel bereitstellen, damit das Projekt wächst und gedeiht. Somit ist gewährleistet, dass möglichst viele Menschen, unabhängig von ihren physischen Möglichkeiten, Teil dieser grünen Erfolgsgeschichte werden.

„Hundetherapie“ im St. Elisabeth Haus

Ein Jahr tiergestützte Intervention für die Bewohner*innen

Einleitung

Das Konzept der Hundetherapie, das schon einmal erfolgreich im St. Elisabeth Haus eingeführt wurde, hatte sich als wertvolle Bereicherung im Alltag der Bewohner*innen erwiesen. Leider musste das Angebot damals aus finanziellen Gründen eingestellt werden. Umso erfreulicher ist es, dass der Förderverein des Hauses mit großzügiger Unterstützung der Freiherrlich Heereman von Zuydtwyck-Stiftung die Hundetherapie nun in neuem Umfang für ein ganzes Jahr ermöglichen kann. Ab sofort kommen zwei ausgebildete Fachkräfte sowie zwei zertifizierte Therapiehunde – ein Goldendoodle und ein Kleinpudel – regelmäßig einmal im Monat ins Haus.

Rahmenbedingungen des Projektes

Der Förderverein hat es ermöglicht, zwei qualifizierte Fachkräfte sowie zwei speziell geschulte Therapiehunde für monatliche Einsätze zu buchen. Die Fachkräfte sind sowohl in therapeutischer Arbeit als auch in der tiergestützten Intervention erfahren und bringen die notwendigen Qualifikationen als Hundebegleiter*innen mit. Die Hunde selbst – ein Goldendoodle und ein Kleinpudel – zeichnen sich durch ihre Freundlichkeit, Stressresistenz und hohe Sozialkompetenz aus. Beide Tiere besitzen alle notwendigen Zertifikate gemäß den aktuellen Richtlinien für tiergestützte Therapien.
Das Konzept der tiergestützten Therapie legt einen besonderen Schwerpunkt auf die natürliche Bindung zwischen Mensch und Tier. Hunde sind in der Lage, nonverbal zu kommunizieren, ein Gefühl von Geborgenheit zu vermitteln und emotionale Barrieren zu durchbrechen. Gerade im Umgang mit älteren oder demenziell erkrankten Menschen eröffnen sich durch den Einsatz von Tieren neue Wege, die Lebensqualität zu steigern und individuelle Heilungsprozesse zu unterstützen.

Ziele und Vorgehen der Hundetherapie

Die Hundetherapie im St. Elisabeth Haus verfolgt mehrere zentrale Ziele, die auf die besondere Situation, Bedürfnisse und Herausforderungen der Bewohner*innen zugeschnitten sind.
Förderung der psychischen Gesundheit: Die regelmäßigen Besuche der Therapiehunde dienen dazu, Stress, Angst und depressive Verstimmungen zu reduzieren. Der Kontakt mit den Tieren wirkt beruhigend und ausgleichend, stärkt das Selbstwertgefühl und unterstützt die emotionale Stabilität.

  • Stärkung der sozialen Interaktion: Die Begegnung mit den Hunden regt Gespräche an und fördert die Kommunikation unter den Bewohner*innen. Gemeinsame Erlebnisse schaffen neue Anlässe für Austausch und tragen dazu bei, soziale Fähigkeiten und Empathie weiterzuentwickeln. Das Vertrauen in die Mitmenschen und in das Betreuungsteam wird durch den tiergestützten Ansatz ebenfalls gestärkt.
  • Erhalt und Förderung kognitiver Fähigkeiten: Die Interaktion mit den Tieren schließt verschiedene Übungen und spielerische Elemente ein, die Gedächtnis, Konzentration und Wahrnehmung anregen. Die Bewohner*innen werden motiviert, sich an frühere Erlebnisse zu erinnern oder neue Erfahrungen zu sammeln.
  • Unterstützung der Mobilität und Motorik: Durch das Streicheln, Bürsten oder Füttern der Hunde werden Bewegung, Feinmotorik und Koordination gefördert. Auch das Gehen mit dem Hund, das Werfen eines Balls oder einfache, gezielte Bewegungsaufgaben regen zu körperlicher Aktivität an.

Das Angebot richtet sich insbesondere an Bewohner*innen mit Demenz, steht jedoch
grundsätzlich allen offen, die von der tiergestützten Therapie profitieren möchten.

Einblicke in die Praxis

Die Hundetherapie-Einheiten beginnen meist mit einer Begrüßungsrunde, in der die Hunde auf sanfte und ruhige Art Kontakt zu den Bewohnerinnen aufnehmen. Schnell lässt sich beobachten, wie sich die Stimmung im Raum verändert: Skepsis oder Zurückhaltung weichen einem Lächeln, neugierigen Blicken oder vorsichtigen Berührungen. Die Tiere bringen Abwechslung und Leichtigkeit in den Alltag. Im Verlauf der Sitzungen werden verschiedene Aktivitäten angeboten, die sich an den individuellen Bedürfnissen und Möglichkeiten der Teilnehmenden orientieren. Manche Bewohnerinnen genießen es einfach, einen Hund zu streicheln und dessen Nähe zu spüren, andere nehmen aktiv an Spielen oder kleinen Aufgaben teil.
Besonders beeindruckend ist, wie die Anwesenheit der Hunde vergessene Geschichten und Erinnerungen wach werden lässt. Immer wieder berichten Mitarbeitende und Angehörige, dass Bewohner*innen plötzlich von früheren Erlebnissen mit eigenen Haustieren erzählen oder erstmals seit Langem wieder ins Gespräch kommen.

Reaktionen und Erfolge

Der Erfolg der tiergestützten Therapie lässt sich oft in kleinen Gesten und Veränderungen ablesen: In entspannter Mimik, freudigen Ausrufen oder dem wachsenden Mut, sich auf Neues einzulassen. Auch Bewohner*innen, die sonst wenig ansprechbar sind, zeigen erstaunliche Reaktionen. Die Tiere wirken als Vermittler und öffnen Türen, die für menschliche Helfende oft verschlossen bleiben.

Ein zentrales Ziel der Hundetherapie ist es, die Lebensqualität zu erhöhen und das Wohlbefinden nachhaltig zu steigern. Die regelmäßigen Besuche der Therapiehunde führen nachweislich zu mehr Lebensfreude, gesteigertem Selbstwertgefühl und emotionaler Stabilität. Angehörige und Betreuungspersonal bestätigen, dass die Teilnehmenden gelassener, ausgeglichener und kommunikativ offener wirken. Die tiergestützte Therapie wird so zu einem wertvollen Baustein in der ganzheitlichen Versorgung der Bewohner*innen.

Ausblick

Ziel ist es, bei entsprechend positiver Entwicklung weitere Unterstützer*innen zu gewinnen und das Angebot verstetigen zu können.
Es bleibt zu hoffen, dass die Erfahrungen aus diesem Jahr dazu beitragen werden, das Konzept der tiergestützten Therapie noch stärker im St. Elisabeth Haus sowie in anderen Einrichtungen zu verankern – zur Freude und zum Wohl aller, die dort leben und arbeiten.

Danksagung

Abschließend gilt ein besonderer Dank der Freiherrlich Heereman von Zuydtwyck-
Stiftung. Ohne ihr Engagement und ihre großzügige Unterstützung wäre die Rückkehr der Hundetherapie nicht möglich gewesen. Ebenfalls danken wir den beiden Hundetherapeut*innen, den Therapiehunden und allen Beteiligten, die durch ihre Offenheit und Begeisterung das Projekt mittragen.
Die Hundetherapie beweist eindrücklich, wie Tiere Brücken bauen – zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Menschen und ihren Erinnerungen, zwischen Isolation und neuer Lebensfreude.